Öffnungszeiten
Mo: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Di: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Mi: 08:00 - 12:00 Uhr
Do: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr
Fr: 08:00 - 12:00 Uhr
Zahnarzt Kai Lindeholz
Focksweg 16
21129 Hamburg
Tel.: (040) 7 42 81 31



So erreichen Sie uns


Zahnarztpraxis
Kai Lindeholz
Tel.: (040) 7 42 81 31
E-Mail: info@zahnarzt-finkenwerder.de

Sie können uns per Schiff erreichen: Anleger Finkenwerder.


Zahnarztpraxis

Kai Lindeholz


Focksweg 16
21129 Hamburg
Tel.: (040) 7 42 81 31
E-Mail: info@zahnarzt-finkenwerder.de


Schreiben Sie uns!



Alle Felder mit einem * müssen ausgefüllt werden.

Nachname*:
Vorname*:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
E-Mail*:
Nachricht*:


Unsere Sprechzeiten



Mo: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr

Di: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr

Mi: 08:00 - 12:00 Uhr

Do: 08:00 - 12:00 Uhr
14:00 - 18:00 Uhr

Fr: 08:00 - 12:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Gesundheitsnews



Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
Fossilienfund SK 46: Paranthropus robustus aus Südafrika sowie die für die Analyse verwendete virtuelle Rekonstruktion des ersten oberen Backenzahns.

Seit der Entdeckung der fossilen Überreste von Australopithecus africanus in Taung vor knapp einem Jahrhundert sowie darauffolgender Funde von Paranthropus robustus diskutiert die Wissenschaft darüber, wovon sich diese beiden Homininenarten aus Südafrika ernährt haben. Ein internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Universität Chile und der Universität Oxford in Großbritannien hat nun die Ausrichtung der Zahnwurzeln dieser fossilen Arten genau untersucht und kommt zu dem Ergebnis, dass Paranthropus robustus seine Nahrung auf völlig andere Art und Weise zerkaut haben muss als andere Homininen.

Bevor Nahrung geschluckt und dann verdaut werden kann, muss sie in der Mundhöhle zerkleinert werden. Wie dies genau geschieht, ist von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise von den mechanischen Eigenschaften der Nahrung oder der Morphologie des Kauapparats. Paläoanthropologen verwenden viel Zeit darauf, die Ernährung unserer Vorfahren zu rekonstruieren, denn Ernährung ist der Schlüssel zum Verständnis der menschlichen Evolutionsgeschichte. So hat eine qualitativ hochwertige (und fleischhaltige) Nahrung wahrscheinlich die Entwicklung unserer großen Gehirne erst möglich gemacht, während ein Mangel an Nährstoffen zum Aussterben anderer Arten (z. B. Paranthropus boisei) beigetragen haben dürfte. Besonders umstritten geblieben ist jedoch, wie sich die südafrikanischen Homininen ernährt haben.

Ausgehend von der Ausrichtung der Zahnwurzeln im Kiefer hat nun ein Forschungsteam aus Leipzig, Santiago de Chile und Oxford mit Hilfe hochauflösender computertomograpischer Verfahren und der Gestaltanalyse die Hauptrichtung der Kräfte bestimmt, die während des Kauvorgangs wirken. Anhand von virtuellen Rekonstruktionen von fast 30 oberen Backenzähnen von Homininen aus Süd- und Ostafrika stellte das Forscherteam fest, dass die Zahnwurzeln von Australopithecus africanus sehr viel stärker gespreizt waren als die von Paranthropus robustus und die des ostafrikanischen Paranthropus boisei. „Das ist ein Zeichen für ein stärkeres Wirken seitwärts gerichteter Kaukräfte bei Australopithecus africanus, während bei den beiden Paranthropus-Arten eher vertikale Kräfte zum Tragen kommen“, erläutert Kornelius Kupczik vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

Im Unterschied zu den anderen in der Studie untersuchten Arten weisen die Zahnwurzeln von Paranthropus robustus eine ungewöhnliche Ausrichtung auf, eine Art „Verdrehung “, was auf eine leichte Rotations- sowie Vor- und-Rückwärtsbewegung des Kiefers während des Kauens schließen lässt. Für diese Interpretation sprechen weitere morphologische Merkmale des Schädels von Paranthropus robustus. Beispielsweise deutet die Struktur des Zahnschmelzes auf komplexe, multidirektionale Krafteinwirkungen hin. Auch das ungewöhnliche Abnutzungsmuster der Zähne lässt eher auf eine abweichende Kieferbewegung als auf das Kauen neuartiger Nahrungsressourcen schließen. Offensichtlich wird die Morphologie des Schädels nicht nur davon bestimmt, was Hominine aßen und wie kräftig sie zugebissen haben, sondern auch davon, wie die Kiefer während des Kauvorgangs aufeinandertrafen.

Die aktuelle Studie zeigt, dass die Analyse der Ausrichtung der Zahnwurzeln im Kiefer viel dazu beitragen kann, die Ernährungsökologie unserer Vorfahren und ausgestorbenen Verwandten besser zu verstehen. „Vielleicht haben Paläoanthropologen die fossilen Funde nicht immer unter den richtigen Gesichtspunkten betrachtet“, folgert Gabriele Macho von der Universität Oxford. „Wir sollten uns nicht nur darauf konzentrieren, was unsere ausgestorbenen Verwandten aßen, sondern auch darauf, wie sie ihre Nahrung kauten.“

Die Variabilität in der Ausprägung der Wurzeln der Backenzähne bei den Homininen verraten uns wahrscheinlich mehr als bislang vermutet. „Für mich als Anatomin und Zahnärztin ist es sehr wichtig zu verstehen, wie die Kiefer unserer Vorfahren arbeiteten, da wir diese Erkenntnisse schlussendlich auf das Gebiss des heutigen Menschen übertragen können. Das hilft uns, Pathologien wie z. B. Zahnfehlstellungen besser zu verstehen“, fügt Viviana Toro-Ibacache von der Universität Chile und Co-Autorin der Studie hinzu.



Mundgesundheit bei Pflegebedürftigen – erleben wir eine neue Ära?
Pressegespräch zur Mundgesundheit Pflegebedürftiger am 22.8.2018 in Friedrichsdorf: Norbert Sudhoff, Geschäftsführer der BARMER Landesvertretung Hessen, Birgit Müller-Isselhorst, Leiterin von Haus Dammwald, Stephan Allroggen, Vorstandsvorsitzender der KZV Hessen (v.l.n.r.)

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahn- und Mundgesundheit hat sich in Deutschland kontinuierlich verbessert. Die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V, veröffentlicht 2016), hat gezeigt: Der Großteil der Kinder hierzulande ist kariesfrei und deutsche Senioren haben immer mehr eigene Zähne. Doch die Studie gibt auch zu bedenken: Infolge der demografischen Entwicklung verlagern sich Zahnerkrankungen ins hohe Alter und dabei hauptsächlich auf Menschen mit Pflegebedarf.

Viele gesetzliche Verbesserungen „Das Thema Pflege ist von großer gesellschaftlicher und politischer Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass wir uns alle diesen Herausforderungen stellen und gemeinsam nach guten und praktikablen Lösungen suchen. Die zahnmedizinische Versorgung von Pflegebedürftigen ist dabei ein besonderer Teilbereich, den wir auf keinen Fall vernachlässigen dürfen“, so Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der BARMER in Hessen. Er verweist dabei auf den aktuellen BARMER Zahnreport, der sich in Analysen, Auswertungen und Befragungen schwerpunktmäßig der vertragszahnärztlichen Versorgung pflegebedürftiger Senioren widmet.

Auch Stephan Allroggen, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hessen, betont, wie sehr der Zahnärzteschaft dieses Thema am Herzen liegt: „Bereits vor acht Jahren hat die Zahnärzteschaft ihr Konzept ´Mundgesundheit trotz Handicap und hohem Alter` mit Lösungsvorschlägen der Politik vorgelegt. Aber in der Gesundheitspolitik braucht man einen langen Atem, damit Konzepte Schritt für Schritt auch umgesetzt werden.“

2010 ff: Was seitdem geschah … Eine strukturelle Lücke im zahnmedizinischen Leistungskatalog konnte zum 1. April 2013 geschlossen werden: Damals wurde eine neue Position für die aufsuchende Betreuung von Pflegebedürftigen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Auch das Wegegeld für den Besuch von Patientinnen und Patienten wurde angepasst. Zum 1. April 2014 erfuhr die zahnärztliche Versorgung von Versicherten in stationären Pflegeeinrichtungen eine weitere Verbesserung: Vertragszahnärzte haben seitdem die Möglichkeit, einzeln oder gemeinsam Kooperationsverträge mit stationären Pflegeeinrichtungen abzuschließen. Von den rund 850 Pflegeheimen in Hessen haben 325 Einrichtungen bis Ende Juni 2018 insgesamt 373 Kooperationsverträge abgeschlossen.

Mehr Behandlungen von Pflegebedürftigen „Mit Einführung der neuen und modifizierten Gebührennummern ist die Versorgung von pflegebedürftigen Senioren nachweislich verbessert worden“, so Norbert Sudhoff. Bei 15,1 Prozent der vollstationär gepflegten Versicherten in Hessen wurden im Jahr 2016 zahnärztliche Kontakte abgerechnet – eine Steigerung um 15,8 Prozent gegenübet dem Jahr 2013. Im gleichen Zeitraum wurden auch mehr zahnärztlichen Therapieleistungen abgerechnet. Eine Steigerung von 6,3 Prozent – im bundesweiten Vergleich der beste Wert.

„Die zahnärztliche Behandlung an sich kann für viele Pflegebedürftige eine Belastung darstellen“, darauf weist Stephan Allroggen hin. Und auch die behandelnden Zahnärzte sind gefordert. „Aufgrund der Bedingungen vor Ort und der Multimorbidität der Pflegebedürftigen sind die Diagnostik und eine anschließende Therapie oft nur unter erschwerten Bedingungen machbar.“

Unterstützung bei der täglichen Mundhygiene „Die Möglichkeit von Kooperationsverträgen hat den Zugang unserer Bewohnerinnen und Bewohner zur vertragszahnärztlichen Behandlung erheblich verbessert“, so Birgit Müller-Isselhorst, Leiterin des Pflegeheims Haus Dammwald in Friedrichsdorf. Doch bei allen Verbesserungen in der Versorgung bleibe immer noch ein großer Teil der Verantwortung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegeheim. „Knapp 30 Prozent der Menschen mit Pflegebedarf sind nicht mehr selbst in der Lage, ihre Zähne und Zahnprothesen eigenständig zu reinigen und zu pflegen. Sie benötigen Unterstützung bei der täglichen Mundhygiene“, betonte Müller-Isselhorst. Das Pflegepersonal ist deshalb auch gefordert, neben dem allgemeinen Gesundheitszustand auch die Zahngesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner im Blick zu behalten.

Seit 1. Juli 2018 haben Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen Anspruch auf Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen. Diese Leistungen können nicht nur im Pflegeheim, sondern auch bei einem Besuch zuhause oder in der Zahnarztpraxis in Anspruch genommen werden. Durch das verbesserte Leistungsspektrum soll das überdurchschnittlich hohe Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen für diesen Personenkreis gesenkt werden. Erkrankungen im Mund können auch negative Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit haben: Von Ernährungsmangel und Infektanfälligkeit, Verschlechterung eines Diabetes bis zur Erhöhung des Schlaganfallrisikos. „Mit den neuen Leistungen können wir die Mund¬gesundheit und damit auch die Lebensqualität der Pflegebedürftigen deutlich verbessern“, so Allroggen abschließend.



Zahnärztliche Patientenberatung erhält neue Struktur
Die Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) hat ihre Patientenberatung neu strukturiert. Der kostenlose Service startet am 1. September.

Ab dem 1. September finden die Patientenberatungen der Landeszahnärztekammer Brandenburg an neuen Orten statt. Die Patientenberatungsstelle in Cottbus wurde in die Räume der Zahnärztekammer verlegt. In Brandenburg a.d. Havel und Frankfurt (Oder) gibt es eine Kooperation mit dem jeweiligen Gesundheitsamt. In Eberswalde und künftig auch in Königs Wusterhausen wird die Beratung in einer Zahnarztpraxis durchgeführt. In Potsdam wird die Beratung in der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB) durchgeführt, wo seit dem Jahre 2003 eine Patientenberatung durch Beratungszahnärzte sowie Mitarbeiter der KZVLB existiert.Weiterhin finden dort Beratungen zum Zweitmeinungsmodell statt.

Interessierte haben aber nach wie vor die Gelegenheit, sich in allen wichtigen zahnmedizinischen Angelegenheiten kostenfrei beraten zu lassen. Zwischen 1994 bis Mitte dieses Jahres war die Patientenberatung in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Brandenburg e. V. durchgeführt worden, die den Vertrag aber nicht verlängert hatte.

„Für die brandenburgischen Zahnärzte war es eine Selbstverständlichkeit und ein großes Anliegen, den kostenlosen Service der Beratung zur Zahngesundheit fortzuführen“, sagt Zahnarzt Matthias Weichelt, zuständiges Vorstandsmitglied der Landeszahnärztekammer. „Wir sind dankbar, dass uns die Gesundheitsämter und die Kassenzahnärztliche Vereinigung hier unterstützen.“

Bürger können sich in den Patientenberatungsstellen der Landeszahnärztekammer Brandenburg und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg über folgende Themen informieren: • neue Erkenntnisse in der Zahnmedizin oder Entwicklungstrends
• Möglichkeiten und Risiken bei zahnärztlichen Behandlungen allgemein oder einer geplanten Behandlung speziell
• Festzuschüsse
• Fragen zur Rechnungslegung Weitere Informationen und Terminvergaben unter

Landeszahnärztekammer Brandenburg: Telefon: 0355 / 381 48 11 | Internet: www.lzkb.de sowie
für die KZVLB: in Potsdam Tel. 0331 / 29 77-115
Hintergrund:

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Landeszahnärztekammer ein digitales Patienteninformationssystem eingeführt, auf dem sich Interessierte über alle Bereiche der modernen Zahnmedizin informieren können. Patienten erhalten so Informationen unter anderem zu Implantaten, allgemein zu Zahnersatz oder Parodontitis. Die einzelnen Artikel sind allgemeinverständlich aufbereitet und nach zahlreichen Suchbegriffen abrufbar unter www.pat-info-system.de.